Südosteuropa – What to do?

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Südosteuropa
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Hier kannst du dir nützliche Infos und Inspiration für deine Bahnreise durch Südosteuropa holen. Wir sind mit Bahn und Bus durch Österreich, Slowenien und Kroatien gereist und berichten dir unsere Erfahrungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. 

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Was kann man in Europa alles machen? Aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen und Vegetationen ziemlich viel - wir verraten dir unsere schönsten Wanderrouten, die besten Schnorchelspots und weitere Aktivitäten, die deine Reise unvergesslich machen.

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Auf unserer Reise haben wir uns durch verschiedene Länder probiert und können nur sagen: Europa schmeckt! Hier zeigen wir dir einige vegetarische Adressen sowie landestypische Spezialitäten aus Kroatien, Slowenien und Österreich. 

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Hier zeigen wir dir, wo wir auf unserer Europareise genächtigt haben. Europa ist natürlich etwas kostenintensiver als asiatische Länder, dafür ist der Standard bezüglich Ausstattung, Sauberkeit etc. auch wesentlich höher. 

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Kosten & Planung
Südosteuropa - What to do?
Wandern in Österreich, Städtetrip in Slowenien & Inselhopping in Kroatien

Wie die Überschrift schon andeutet, bietet Europa alles, was das Reiseherz begehrt. Auf unserer zweiwöchigen Zug- und Busreise durch Österreich, Slowenien und Kroatien waren wir sehr oft wandern, haben uns verschiedene Städte angeschaut, waren schwimmen, sind mit dem Fahrrad gefahren und waren seeeehr oft schnorcheln. Wie du siehst: es ist alles möglich. Europa ist so vielfältig, dass dir ganz bestimmt nicht langweilig wird!

Rauris

Rauris_Lassbuchen

Griaß di Österreich! Während Ronja meist nur Bahnhof versteht, fühlt sich Basti in alte Schulferien zurückversetzt und muss den Übersetzer spielen. Österreich zieht insbesondere im Winter aufgrund der  wunderschönen Bergregion Skifahrer und Snowboarder an – allerdings hat unser Nachbarland auch im Sommer spektakuläre Landschaften und Wanderrouten zu bieten. Nach unseren Wanderausflügen in Südostasien wollen wir nun die heimischen Wanderwege unsicher machen.

Rauris Zentrum

Die Altstadt von Rauris ist genauso, wie man sich ein kleines österreichisches Örtchen vorstellt: niedliche kleine Gassen umgeben die landestypische Dorfkirche, die Balkone sind mit Geranien bepflanzt und Kopfsteinpflaster prägen das Stadtbild. Das Zentrum des kleinen Ortes inmitten des österreichischen Berggebiets Hohe Tauern bietet zudem alle Annehmlichkeiten, die für einen kurzen Aufenthalt vonnöten sind.

An der zentralen Dorfstraße reihen sich Lokale, Restaurants und Supermärkte aneinander. Bei der Touristeninformation erhältst du alle relevanten Informationen für deinen Wanderausflug und die direkt danebenliegende Haltestelle ist Ausgangspunkt für weitere Reisen ins Umland. Neben ein paar Boutiquen, Souvenirshops und Lebensmittelläden, findest du sogar einen kleinen Elektromarkt, eine Post und einen Laden von Intersport, bei dem du dir Mountainbikes und andere Fahrräder ausleihen kannst.

Lebensmittel

Mitten im Stadtzentrum findest du das kleine Lebensmittelgeschäft Billa, welches dich mit den nötigsten Sachen versorgt. Einen etwas größeren Supermarkt findest du mit Spar hinter der Touristeninformation. Sei bezüglich der Preise unbesorgt. Wir hatten im Vorfeld etwas Bammel vor den Preisen in österreichischen Supermärkten – allerdings hat beispielsweise auch Spar günstige Marken, sodass der Einkauf kaum teurer als in Deutschland ist.

Shopping

Durch die ansässigen Hotels und Ferienwohnungen haben sich ebenfalls einige Boutiquen und Intersport im Ort niedergelassen und laden Touristen und Anwohner zum Stöbern ein. Trotzdem ist Rauris wahrlich kein Shoppingparadies, dafür müsstest du vermutlich nach Salzburg fahren.

Restaurants

Viele Ferienwohnungen haben eine eigene Küche und ermöglichen somit die Selbstversorgung. Aufgrund der hohen Hotel- und Unterhaltskosten in Österreich haben auch wir uns dazu entschieden und eigentlich fast immer selbst gekocht. Dennoch gibt es entlang der Hauptstraße zahlreiche Restaurants, einige haben wir auch in unserem Restaurant-Guide aufgeführt. 

Die schönsten Wanderrouten

Rauris bis zur Karalmhütte

Diese 12km lange Rundwanderung beginnt ab dem Zentrum und führt über Felder, Wiesen und Waldabschnitte bis hin zur Karalmhütte. Vorbei an Kühen, Ziegen und frischem Quellwasser hat man fast die ganze Zeit einen atemberaubenden Ausblick auf das umliegende Rauriser Tal mit seinem wunderschönen Alpenpanorama. Der Weg ist stets gut ausgeschildert und zwischendrin musst du durch Tiergatter an Kühen vorbeilaufen – einfach nur cool 😀 An der Karalm angekommen, kannst du dich mit einem Bierchen oder einer Brotzeit entspannen – habe ich allerdings nicht gemacht, da es brechend voll war. Auf der Wanderung an sich begegnet man aber kaum einer Menschenseele und kann so in vollen Zügen die Ruhe der Natur genießen, die ab und an vom Bimmeln der Kuhglocken unterbrochen wird. Das Beste an der Wanderung: du musst die gleiche Strecke nicht zurücklaufen, sondern gehst den angrenzenden Karalm-Lackwald-Wanderweg bergab zurück nach Rauris, der zudem wesentlich schneller zu bewältigen ist als der Hinweg.

Länge: Etwa 12km – Rundwanderung

Dauer: 3-4 Stunden insgesamt

Schwierigkeit: Mittel. Die erste Etappe ist aufgrund der stetigen Steigung schon recht anstrengend, vor allem bei starker Sonneneinstrahlung, da absolut kein Schatten vorhanden ist. Danach wird der Weg aufgrund der Bewaldung entspannter und abwechslungsreicher. Das letzte Stück kurz vor der Karalm ist noch einmal relativ uneben und erfordert gutes Schuhwerk, macht aber auch am meisten Spaß. Der Rückweg ist easy.

Rauris bis zur Kitzlochklamm

Eines der absoluten Highlights in der Umgebung von Rauris ist die in Taxenbach gelegene Kitzlochklamm, welche entweder per Bus oder zu Fuß erreichbar ist. Die 1,5km lange Klamm bietet atemberaubende Ausblicke in die tiefen Schluchten der Bergenge. Angekommen am Haupteingang bezahlst du den Eintrittspreis, schnappst dir einen Helm und entscheidest dich für eine Richtung, die du ablaufen möchtest. Egal, in welche Richtung du läufst, führt dich der Rundweg an den Highlights der Schluchten, wie mehreren Wasserfällen oder der Gletscherhöhle vorbei. Der Rundweg dauert in etwa 25 Minuten und ist für alle Altersklassen machbar. Wenn du am Ende des bezahlten Bereichs noch Lust hast, kannst du die Kitzlochklamm weiter entlang des Schluchtweges wandern.

Eintritt: 7€ Erwachsene, 4,50€ Kinder (6-15 Jahre), Gruppen (mind. 15 Personen): 6€ p.P., Jugendgruppen (mind. 15 Personen): 4€ p.P.

Öffnungszeiten: Die Kitzlochklamm ist von Muttertag ( Anfang Mai) bis Ende September täglich von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Ab Oktober von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr, je nach Witterung.

Unser Tipp: Bau einen Ausflug zur Kitzlochklamm in eine längere Wanderung von oder nach Rauris ein. Wir sind über die Berge aus dem Rauriser Stadtzentrum bis zur Kitzlochklamm gelaufen. Auf diese Weise kommt ihr durch den Hintereingang in den Park und könnt anschließend per Bus wieder entspannt zurück nach Rauris fahren. Es ist natürlich auch möglich, zunächst mit dem Bus zu fahren, um dann den Weg nach Rauris zurückzuwandern.

Ljubljana

Ljubljana_Lassbuchen

Die slowenische Hauptstadt ist sicherlich für viele ein unbeschriebenes Blatt in Europa – so auch für uns. Trotzdem hat uns die kleine Stadt restlos überzeugt. Kleine, gemütliche Gassen, ein toller Rundumblick vom Schloss und das moderne, junge Flair machen die Stadt zu einem Must-See im Balkan. Stilistisch erinnert Ljubljana stark an mediterrane Städte mit zahlreichen Cafe’s entlang des prägenden Flusses Ljubljanica. Architektonisch wirkt der Einfluss von Joze Plecnik, der nahezu das gesamte Stadtbild entwarf.

Das Schloss von Ljubljana

Nahezu von überall sichtbar, thront das Schloss von Ljubljana über der Altstadt. Die ehemalige Festung lässt sich fußläufig aus der Altstadt, per touristischem Minizug oder mit der Standseilbahn erreichen, die im Eintritt des Schlosses inkludiert ist. Allerdings haben wir aufgrund des hohen Eintritts und der eher negativen Bewertungen im Internet auf eine Schlossbesichtigung verzichtet. 

Der Aufstieg zu Fuß ist für alle machbar (außer du hast tatsächlich sehr starke Probleme mit Steigung). Welchen Weg du wählst, ist eigentlich egal, hauptsache das Schloss im Blick und immer bergauf. Oben angekommen, hast du einen wunderschönen Rundblick über die Altstadt. Der angrenzende Schlossgarten mitsamt Weingarten lädt zum Verweilen ein. Lass die Seele baumeln, setz dich auf eine der Bänke und lauf anschließend einfach einen anderen Weg wieder hinunter.

Nähere Infos zu den Preisen & Öffnungszeiten findest du hier.

Altstadt

Die Altstadt von Ljubljana teilt sich direkt entlang des Ljubljanica-Flusses, der durch die gesamte Stadt fließt. Während die östliche Seite in Richtung des Schlosses mit kleinen Gassen und niedlichen Boutiquen punktet, ist die westliche Seite eher modern mit breiteren Gassen und größeren Geschäften ausgestattet. Am Fluss selbst findest du viele kleine Restaurants und Cafès mit mediterranem Flair, die zu einer kleinen Kaffee-Pause einladen. Architektonische und historische Sehenswürdigkeiten finden sich vor allem entlang des Wassers und lassen sich in wenigen Stunden ablaufen.

Besonders haben uns die verwinkelten Gassen mit den niedlichen Häusern gefallen. Lass dich dafür einfach ohne Plan treiben, gehe dahin wo du es gerade besonders interessant findest und genieße die entspannte Stimmung. Empfehlen können wir insbesondere die kleinen Second-Hand-Läden, die wirklich sehr günstige, schöne Klamotten anbieten. Da haben wir tatsächlich Stunden verbracht 😀 Durch die kleine Größe der Stadt und die vielen Anhaltspunkte kannst du dabei kaum verloren gehen. Insgesamt reicht ein Nachmittag auch wirklich aus, um die Altstadt zu erkunden, da sie echt klein ist.

BTC City Ljubljana

Dummerweise vergaßen wir Ronjas geliebte Schnorchelmaske zuhause und so warfen wir Google an und schauten nach Sportgeschäften in und um Ljubljana. Und wer hätte das gedacht? Ljubljana besitzt eines der größten Shopping-Center ganz Europas. In über 500 Geschäften kannst du dich so richtig austoben und alles für deinen weiteren Urlaub oder für die spätere Rückkehr in deine Unterkunft einkaufen. Doch damit nicht genug, das Areal verfügt zudem über ein Radisson Blue Hotel, ein Casino, ein Kino und sogar ein Wasserpark wurde dorthin gebaut. Wir gingen nur schnell zu Decathlon rein, kauften die Maske, gingen noch kurz im Supermarkt vorbei und verließen anschließend die riesige Anlage.

Weitere Informationen findest du hier.

Einzelne Sehenswürdigkeiten und weitere Empfehlungen

Rijeka

Logo Rijeka

Die Hafenstadt im Nordwesten des Landes war unsere erste Station und bot einen tollen Einstieg in das Abenteuer Kroatien. Als typische Festlandstadt bietet Rijeka einige Sehenswürdigkeiten, eine schöne Altstadt sowie die Nähe zum Wasser. Für Rijeka brauchst du nicht viele Tage, aber als Zwischenstation und Ausgangspunkt für die weitere Reise ist sie perfekt.

Altstadt

Für die Geschichtsinteressierten lassen sich viele Zeugnisse der weitreichenden Vergangenheit Rijekas entdecken. Die Stadt hat zahlreiche verschiedene Epochen, Herrscher sowie Kriege erlebt und bietet den Touristen eine umfassende Rundtour durch die Ruinen und Bauwerke. Lass dich dafür einfach von den verschiedenen Informationsschildern führen und erlebe Rijeka von seiner traditionellen Seite.

Korzo

Der sogenannte Korzo ist der Mittelpunkt der Altstadt und eine lange Fußgängerzone, in der das Herz der Stadt pulsiert. Neben vielen kleinen Boutiquen, Shoppingketten, Bars und Cafés, finden auch einige Events statt. Während unseres kurzen Aufenthalts konnten wir eine „Fridays for Future“-Kundgebung, den Jahrestag der Zahnhygiene für Kinder, den Auftritt einer Garde-Tanzgruppe sowie zahlreiche Straßenmusiker beobachten.

Tipp: Die Nad Urom Caffe Bar ist etwas versteckt gelegen, aber bietet einen fantastischen Blick über die gesamte Fußgängerzone. Das Beste daran ist, dass es nicht so überlaufen ist wie die anderen Cafès auf dem Korzo. Die Bar befindet sich auf der obersten Ebene des Centar Korzo und ist einfach durch die Rolltreppen erreichbar. Hier gibt es Bier, Kaffee und andere Getränke für einen günstigen Preis und die Aussicht auf der Dachterrasse gibt es umsonst dazu.

Markt

Als begeisterte Wochenmarktbesucher haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, den örtlichen Markt zu besuchen. Direkt neben dem Hafen gelegen, lässt sich hier in drei Hallen alles finden, was man für’s Selberkochen braucht. Die verschiedenen Hallen sind thematisch angeordnet.In Halle 1 wird frischer Fisch verkauft, in Halle 2 vor allem Fleisch. Außerhalb des Gebäudes findest du frisches Gemüse und selbstgemachten Honig oder Blumensträuße. Insgesamt ein ganz schönes Gewusel und ein Must-See in Rijeka.

Einzelne Sehenswürdigkeiten und weitere Empfehlungen

Museen

Als drittgrößte Stadt des Landes beheimatet Rijeka natürlich auch zahlreiche Museen. Im Naturkundemuseum erfährst du einiges über die Unterwasserwelt Kroatiens, während das Museum im Gouverneurspalast die Historie der Stadt thematisiert. Aktuelle Ausstellungen findest du im Museum of Contemporary Art oder im Touristenmuseum.

Eintritt: 10 Kuna Vollzahler; 5 Kuna für Studenten

Tipp: Wenn es dich in mehrere Museen verschlägt, lohnt sich ein Kombiticket. Dies kostet 30 Kuna für Vollzahler und 10 Kuna für Studenten und ermöglichst dir den Eintritt in mehrere Museen. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Tunnel von Rijeka

Einen Militärtunnel selbst begehen klingt cool? Fanden wir auch – im Endeffekt aber gar nicht mal so spektakulär. Der 350m lange Tunnel führt direkt von der Kathedrale des heiligen Vitus bis zur Grundschule. Früher diente der Tunnel als geschützter Notfallschulweg für die Kinder während des 2. Weltkrieges. Leider gibt es aber keine Infotafeln o.ä., es ist also tatsächlich einfach nur ein langer Durchgang.

Kathedrale des heiligen Vitus

Die Kathedrale, die man durch den Turm von Rijeka erreicht, glänzt durch seine prachtvolle Bauweise. Im Gegensatz zu anderen Gebäuden dieser Art, besitzt die Kathedrale des heiligen Vitus keine hohen Türme, sondern ist kubisch aufgebaut. Das Innenleben zeichnet sich durch eine barocke Baukunst aus und ist römisch inspiriert. Der Eintritt ist kostenfrei.

Stadtturm

Der prunkvolle Turm inmitten des Korzo bestimmt das Stadtbild wesentlich. Der beige Turm mit seiner riesigen Uhr ist ebenfalls begehbar. So gelangst du auch zu den anderen Sehenswürdigkeiten, wie der Kathedrale. Im Mittelalter errichtet, besitzt der Turm ebenfalls das Wappen Rijekas, den zweiköpfigen Adler, der eine Urne umfasst.

Trsat und das Kastell

Die Festungsanlage thront oberhalb Rijekas und diente sowohl in der Antike als strategischer Aussichtspunkt als auch später unter den Römern als Herrschaftsort. Die Ruinen sind kostenfrei zu besichtigen. Der Aufstieg ist mit 550 Treppen etwas beschwerlich, allerdings fährt auch ein Bus hinauf. Wir schafften es zeitlich leider nicht.

Mali Losinj

Logo Mali Losinj

Mali was? In Deutschland hatten wir im Freundeskreis und generell auch noch nichts von der Insel in der Kvarner Bucht gehört. Uns haben die traumhaften Bilder im Netz, die ausgezeichnete Fähranbindung von Rijeka und die Aussicht auf tolle Schnorchelspots auf die Insel gelockt. Scheinbar hatte aber schon halb Deutschland und ganz Österreich von der pittoresken Stadt gehört. Überall hört man Deutsch, jeder kann Deutsch und wenn man sogar von Kroaten direkt auf Deutsch angesprochen wird, ist es langsam unheimlich. Trotzdem hat uns die Schönheit der Insel mit den traumhaften Ausblicken gekriegt.

Altstadt

Wie nahezu jede kroatische Stadt liegt auch Mali Losinj direkt am Hafen. Drumherum tummeln sich Restaurants, Eisdielen, typische Strand- und Touristenläden sowie Verleihanbieter. Insbesondere nachts wird der Hafen in traumhaftes Licht gehüllt und die vielen Restaurants bieten Plätze mit einer wundervollen Aussicht während des Essens. Aufgrund des Daseins als Touristenstadt sind die Restaurantpreise allerdings entsprechend höher als in anderen Teilen Kroatiens.

Ebenfalls typisch für Kroatien ist die höher gelegene Wohngegend mit vielen engen, verwinkelten Gassen. Der Vorteil liegt auf der Hand – meist hat man eine tolle Aussicht über die Stadt und das Meer. Was man bei „Great Seaview Apartment“ und „Panoramastudio mit Meerblick“ meist vergisst, ist, dass man dafür auch viele, viele Meter in die Höhe muss – nicht schlimm, aber mit großen Reisekoffern sollte man das auf jeden Fall bedenken.

Die schönsten Wanderrouten und Schnorchelspots

Mali Losinj bis Veli Losinj

Losinj kann mit zwei unglaublich schönen Wanderwegen punkten. Vom Stadtzentrum aus bieten sich vorwiegend zwei Optionen, die Insel zu Fuß zu erkunden. Mit dem Uhrzeigersinn verbindet ein circa einstündiger Fußweg die beiden Zwillingsstädte Mali Losinj und Veli Losinj. Die kleine Schwester Veli Losinj ist ebenfalls an einem Hafen erbaut und bietet viele Einkehrmöglichkeiten. Nach einer kurzen Erkundung der Stadt und einer Stärkung, geht es den schönen Küstenweg wieder zurück.

Länge: Etwa 8km – Hin- und zurück

Dauer: 1-2 Stunden insgesamt

Schwierigkeit: Leicht. Die Wege sind stets leicht begehbar und immer an der Küste entlang, du kannst dich also nicht verlaufen.

Inselumrundung ab Mali Losinj

Eine andere Möglichkeit ist die Laufrichtung gegen Uhrzeigersinn. Auch hier ist ein langer Promenadenweg, der zum Spazieren einlädt. Entlang der Strecke liegen viele Badebuchten, an denen du ins Meer springen kannst. Zudem stehen immer mal wieder einige verlassene Gebäude am Weg, die tolle Fotomotive abgeben. Generell verläuft die Strecke fast die ganze Zeit direkt am Meer, was wirklich super schön ist. Nimm ruhig die Schnorchelmaske mit und schaue dir die Unterwasserwelt an. Trotz des kristallklaren Wassers lohnt sich immer ein Blick durch die Taucherbrille. Bei Plaza Plieski endet schließlich der Promenadenweg und du hast die Möglichkeit, entweder die Insel weiter zu umrunden oder durch selbstgeschaffene Steinwege auf die Hauptstraße zu gelangen, um auf dem schnellsten Wege nach Mali Losinj zurückzukehren.

Länge: Etwa 20 km Hin- und zurück

Dauer: 5-6 Stunden (je nach Pausen variiert die Zeit)

Good to know: Auf Google Maps sind die Wege direkt an der Küste nicht eingezeichnet – es gibt sie aber! Das bedeutet, du läufst nicht, wie auf der Karte unten, durchs Landesinnere sondern kannst direkt an der Küste entlang, die Nordspitze umrunden und gelangst so zu den zahlreichen Badebuchten in Cikat. Zurück geht es dann wesentlich schneller durch das Landesinnere.

Schwierigkeit: Einfach. Der Weg ist stets gut begehbar und immer an der Küste entlang. Die vielen Badebuchten und Strände laden zum schwimmen und schnorcheln ein, also Handtuch und Badesachen nicht vergessen.

Cres

Logo Cres

Die größte Stadt der gleichnamigen Insel liegt typischerweise erneut am Hafen, bietet ähnlich viele Restaurants, wirkt allerdings etwas offener gestaltet und hat uns besser gefallen als Losinj. Die Wegführungen sind nicht derart eng wie in Mali Losinj und die Touristen weniger im Stadtkern zentriert. Zudem bietet Cres, unserer Meinung nach, noch schönere Badebuchten und Ausblicke.

Altstadt

Die Innenstadt von Cres ist nett anzuschauen, aber eben wie alle anderen Hafenstädte. Neben dem schönen Hafen gibt es noch ein architektonisch ansprechendes Stadttor und die vielen Restaurants, die zu einer Verschnaufpause einladen.

Die schönsten Wanderrouten und Schnorchelspots

Strände

Typische Sandstrände findest du in Cres eher nicht. Allerdings sind entlang der Promenade immer wieder Möglichkeiten, um kurz ins Wasser zu hüpfen. Das Sonnenbaden ist dann allerdings nur auf Stein möglich. Ohne eine gepolsterte Matte kann das ziemlich ungemütlich werden.

Wir empfehlen den Weg weiterzulaufen, denn vor dem Campinglatz liegt ein schöner Kiesstrand, der zum Sonnenbaden einlädt und an dem jeder einen Platz findet. Wir haben es sehr genossen, dass der Sand nicht überall klebt und sind direkt zweimal am tollen Strandabschnitt gewesen. Vergiss auch hier nicht deine Schnorchelmaske, viele Fische tummeln sich im Wasser.

Wanderung von Cres nach Sveti Blaz

Dieser wunderschöne, aber teils auch sehr abenteuerliche Wanderweg führt dich zunächst über die lange Uferpromenade vorbei am großen Campingplatz bis zum Ende der Strände. Anschließend führt der Weg entlang der Küste über unebene Steinwege etwa 15 Minuten lang, ehe ein steiler Aufstieg über einen engen Steinpfad bis zur Kirche St. Salvador folgt. Hier kann man entweder wieder umdrehen oder man stärkt sich und tritt den weiteren Weg in Richtung Sveti Blaz an. Der Weg führt einen entlang steiler Felshänge mit traumhaften Aussichten bis in ein verwunschenes Waldstück. Der Duft von Pinien und der puren Natur folgt einem unentwegt, ebenso wie die teils beschwerlichen Wege. Die Ruine „Sveti Blaz“ liegt inmitten des tiefen Waldes und ist in etwa 2 Stunden erreicht. Wenn du danach noch nicht genug hast, kannst du etwa 10 Minuten weiterlaufen und du erreichst eine wunderschöne, verlassene Bucht.

Anschließend kehrst du um und läufst den gleichen Weg wieder zurück. Bei der Kirche St. Salvador angekommen, hast du die Möglichkeit, durch das Olivenanbaugebiet bis nach Cres zurückzulaufen. Begleitet wirst du von süßen Schafen, die dort leben und grasen.

Good to know: Du solltest den Wanderweg nicht unterschätzen. Wir erwarteten einen gemütlichen Spaziergang entlang der Küste. Im Endeffekt liefen wir über 20 Kilometer und waren schon bei Ankunft an der Ruine komplett platt. Zu wissen, dass wir den ganzen, anstrengenden Weg wieder zurück müssen, war ganz schön hart. 😀 Die steinigen, teils engen Wege fordern einem einiges an Kondition ab. Trotzdem besteht natürlich immer die Möglichkeit, vorzeitig umzukehren. Generell müssen wir auch sagen, dass die Ruine winzig klein und nicht wirklich sehenswert ist: das Highlight ist also der Wanderweg an sich und nicht das Ziel.

Länge: Etwa 22 km Hin- und zurück

Dauer: 5-6 Stunden (je nach Pausen variiert die Zeit)

Good to know: Leider zeigt Google Maps die Wanderwege nicht an, weshalb wir die drei Knotenpunkte markiert haben. Du kannst einfach an der Küste entlanglaufen, es gibt auch immer wieder Wegweiser.

Schwierigkeit: Fortgeschritten. Die Wege sind teilweise sehr eng und steinig, vor allem an der Küste. Bei entgegenkommenden Personen muss man ausweichen, da nur einer auf den Weg passt. Generell ist die Strecke extrem lang und teilweise durch tiefen Wald – nimm also genug Verpflegung und Wasser mit.

Krk

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Malinska

Unseren letzten Aufenthalt in Kroatien und unserer zweiwöchigen Europareise verbrachten wir in der Küstenstadt Malinska auf der Insel Krk. Auf der Suche nach einer guten Verbindung von Cres nach Krk sind wir auf die kleine Stadt im Westen der Insel aufmerksam geworden. Zunächst waren wir etwas unsicher, ob Malinska wirklich sehenswert ist und genug Wandermöglichkeiten bereithält. Im Nachhinein müssen wir sagen, dass es uns echt super gefallen hat. Die Küstenregion ist weitaus weniger von Touristen überlaufen, die Strände leer, das Essen wunderbar und unser Airbnb war einfach klasse.

Altstadt

Die kroatischen Küstenstädte sind sich alle recht ähnlich – so auch wieder Malinska. Ein beschauliches Örtchen am Hafen, einige Restaurants und Touristenläden sowie ein Supermarkt. Das Highlight ist auch hier nicht die Stadt, sondern die umliegende Natur sowie die wunderschönen Badebuchten.

Hotel Haludovo

Das ehemalige Luxushotel Haludovo wurde einst vom Penthouse-Gründer in Auftrag gegeben und 1971 erbaut. Im Zuge des Jugoslawienkrieges verlor der Eigentümer seinen Besitz und das Hotel bot Platz für zahlreiche Kriegsflüchtlinge. Nach zahlreichen Versuchen, den Komplex wieder auf Vordermann zu bringen, residierte im Jahr 2001 der letzte Gast im einstigen Luxushotel.

Heutzutage sind weite Teile der Einrichtung zerstört und verwahrlost, das Gebäude an sich ist aber noch intakt. So ist es möglich, den gespenstischen Komplex auf eigene Faust neu zu entdecken. Die vielen Graffitis und leeren Hotelzimmer verleihen dem Gebäude eine unheimliche Atmosphäre. Zusätzlich hat sich die Natur Teile des Gebäudes zurückerobert, sodass hier und da mal ein Baum durch die Wand wächst. Wir haben uns hier fast 2 Stunden aufgehalten, da es so viel zu entdecken gibt. Allerdings solltest du stets vorsichtig sein, da das Gebäude nicht gesichert ist. Als sogenannter „Lost Place“ hat das Haludovo auch international für Aufsehen gesorgt und tauchte beispielsweise in Beiträgen von ProSieben oder KabelEins auf. Das haben wir allerdings erst in der nachträglichen Recherche erfahren – wir dachten nämlich, wir hätten ein richtiges Juwel entdeckt, von dem noch niemand weiß. 😀 Generell würde der Komplex eine super Kulisse für einen Horrorfilm abgeben. Krass, wie ein derartig riesiges Luxushotel so verkommen kann und dann einfach jahrelang herumsteht, ohne dass sich jemand darum kümmert.

Die schönsten Wander- und Fahrradrouten (inkl. Schnorchelspots)

Der Paradiesweg

Der bekannte und wieder aufgeforstete Wanderweg startet direkt hinter der Uferpromenade und dem verlassenen Luxushotel Haludovo. Er führt dich entlang des Wassers in Richtung Norden der Insel, zwischendurch kannst du das glasklare Wasser bewundern oder dich im Meer erfrischen. Auf dem Weg sind zahlreiche kleinere Einbuchtungen an denen man es sich mit einem Handtuch gemütlich machen kann. Folgst du dem Weg bis zum Ende, führt ein kleiner Aufstieg zu einem Schotterweg, der bis zum benachbarten Ort Njivice verläuft. Während einer Stippvisite im kleinen Örtchen, kannst du dich noch stärken, bevor du den Weg wieder zurückläufst. Oder du nimmst den inseleigenen Bus zurück. Für die genaue Route siehe Wanderung nach Njivice.

Wanderung nach Njivice

Solltest du Njivice besuchen wollen, kannst du entweder den Paradiesweg entlang wandern oder per Bus fahren. Der Nachbarort von Malinska verfügt über größer angelegte Kiesstrände, von welchen du leicht ins Wasser gelangst. Zudem schmücken viele kleinere Bars die Promenade, sodass das nächste Ozujsko oder die nächste Cola nicht weit entfernt ist. Der Stadtkern als solcher ist nicht wirklich spektakulär, es gibt einen Supermarkt, kleine Konobas und eine Post.

Auf dem Weg kannst du immer mal wieder ins Meer springen – wir haben eine tolle Bucht mit einem relativ leichten Einstieg entdeckt, wo wir 1-2 Stunden geschnorchelt sind. Unter Wasser ist relativ viel los, du siehst große Fischschwärme, Seeannemonen und sogar einen großen roten Seestern haben wir gesichtet. Es lohnt sich also definitiv, immer seine Schnorchelmaske dabei zu haben.

Länge: Etwa 12 km-Rundwanderung

Dauer: 2-3 Stunden (je nach Pausen variiert die Zeit)

Schwierigkeit: Einfach. Der Weg ist stets gut begehbar und immer an der Küste entlang. Die vielen Badebuchten und Strände laden zum schwimmen und schnorcheln ein, also Handtuch und Badesachen nicht vergessen.

Fahrradtour auf der Route 25

Den ganzen Urlaub war es Ronjas absoluter Wunsch einmal auf das Fahrrad zu steigen und die Natur auf zwei Rädern zu erkunden. Fast am Ende war es dann soweit und unser netter AirBnB-Host hat es uns ermöglicht, zwei Räder für umgerechnet jeweils circa 10 Euro auszuleihen. Dabei war sogar ein Mitbring- und Abholservice inkludiert – welch ein Luxus!

Auf unseren nagelneuen und teuer wirkenden Mountainbikes sind wir (natürlich mit Helm, das ist bei den Straßenverhältnissen absolut angebracht) von Malinska aus nach Westen aufgebrochen. Dabei sind wir einfach dem Küstenweg gefolgt und später auf dem Rückweg ungefähr der Route 25. Wenn der Küstenweg endet, geht es über unbefestigte, anstrengende Stein- und Sandwege immer bergauf und bergab. Unsere Mountainbikes haben uns dabei teilweise ziemlich den Arsch gerettet – mit normalen Fahrrädern wäre dieser Weg nahezu unmöglich.

Von der Anstrengung einmal abgesehen, ist der Weg wirklich schön und führt an kleinen Klöstern und Kapellen vorbei. Unser absolutes Urlaubshighlight wartete aber noch auf uns: eine einsame, wunderschöne Bucht nur für uns. Traumhafte Ausblicke, ein kristallklares Meer und bunte Fische wohin man auch blickt. Wir haben hier eine seeeehr lange Pause von der anstregenden Fahrradtour eingelegt, um zu entspannen und zu schnorcheln. Hier war die Unterwasserwelt so spektakulär wie nirgendwo sonst auf unserer Reise und deshalb ist das unser absoluter Insidertipp.

Good to know: Kroatien ist ein hartes Pflaster für Fahrradtouren. Die steinigen Wege und ständigen Auf- und Abstiege haben uns ganz schön gefordert. Trotzdem würden wir wieder auf das Rad steigen und nochmal die vielen einsamen Buchten der Insel abklappern.

Länge: Etwa 20 km

Dauer: 3-4 Stunden insgesamt (je nach Pausenlänge)

Schwierigkeit: Fortgeschritten. Die Fahrradtour ist wirklich recht anstrengend. Man muss die meiste Zeit aufpassen, mit dem Fahrrad auf den steinigen Wegen nicht wegzurutschen. Unbedingt einen Helm tragen!

Route: Die komplette Route inkl. Wegbeschreibung findest du auf dieser Seite.
 
Wo liegt die Badebucht: Leider können wir nicht mehr genau sagen, wo auf der Karte die Bucht liegt. Allerdings gibt es auf dem Küstenweg mehrere Badebuchten, also einfach auf dem Weg schauen und wenn es dir irgendwo gefällt, dann bleiben. 🙂

Krk-Stadt

Als Tagesausflug bietet sich die gleichnamige Hauptstadt der Insel an. Krk ist ein wahrer Touri-Hotspot und sogar in der Nebensaison kamen massenweise vollgestopfte Busse und Reisegruppen. Nicht von ungefähr ist die größte Stadt an der Westküste so beliebt. Früher diente Krk als römische Stadt und später fungierte sie als Sitz der Fürstenfamilie Kroatiens. Überreste dieser Zeit lassen sich in den wunderschönen Stadtmauern und Gebäuden finden. Insgesamt ist Krk sicherlich kein Must-See in Kroatien, wenn du aber Geschichte und Architektur magst, solltest du hierherfahren.

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