2 Wochen Bayern

Travelguide Bayern
Zwei Wochen durch Bayern

Servus! Urlaub in Deutschland kann so schön sein – zwei Wochen sind wir mit dem Zug durch Bayern gereist und haben uns die quirlige Hauptstadt angeguckt, waren in den deutschen Alpen wandern, haben unsere Zehen in eiskalte Bergseen getaucht, einen Abstecher nach Salzburg gemacht und viel leckeres Weißbier getrunken. Für uns gehört Bayern und insbesondere das Berchtesgadener Land zu den schönsten Wanderzielen in Deutschland. Hier stellen wir für dich unsere Geheimtipps für die coolsten Städte, schönsten Wanderrouten und Ausflugsziele in Bayern zusammen.

How to get to?

Gestartet sind wir in der hippen Hauptstadt des Bundeslandes – München. Von hier aus hast du eine gute Ausgangsbasis, um mit dem Zug in die umliegenden Regionen weiterzufahren oder Tagesausflüge zu unternehmen. Wir haben 6 Tage in München verbracht und hätten sogar noch länger bleiben können. Ob Zugspitze, Starnberger See oder Eibsee – von München erreichst du die schönsten Regionen mit öffentlichen Verkehrsmitteln binnen weniger Stunden und dir wird sicher nicht langweilig. 

Mit dem Zug sind wir von dort weiter ins Berchtesgadener Land, genauer gesagt nach Bayerisch Gmain. Die kleine Stadt befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Berchtesgadener Nationalpark, der gleichnamigen Stadt Berchtesgaden sowie dem Kurort Bad Reichenhall. Und das Beste: Du kannst in 40 Minuten mit dem Bus nach Salzburg fahren, denn die beschauliche Gemeinde liegt direkt an der österreichischen Grenze.

Anbei findest du unsere gesamte Route: 

↠ München: 6 Tage

↠ Starnberger See: Tagesausflug von München

↠ Bayerisch Gmain: 7 Tage

↠ Eibsee: Tagesausflug von Bayerisch Gmain

↠ Königssee: Tagesausflug von Bayerisch Gmain

↠ Nationalpark Berchtesgaden: Tagesauflug von Bayerisch Gmain

↠ Berchtesgaden & Bad Reichenhall: Tagesausflug von Bayerisch Gmain

↠ Salzburg: Tagesausflug von Bayerisch Gmain

Mit Bus & Bahn durch Bayern

Wie überall in Deutschland ist die Fortbewegung auch in Bayern super einfach (auch wenn viele immer auf die DB schimpfen, können wir uns doch ziemlich glücklich mit unserer Infrastruktur schätzen). Es gibt verschiedene Ticketangebote, von einfachen Fahrten bis hin zum Bayern-Ticket, mit dem du einen ganzen Tag im gesamten Bundesland herumfahren kannst. In München gibt es zudem ein ausgezeichnetes Öffi-Netz.

  • Allgemeine Fortbewegung
  • Kosten

In München

Deine Verbindungen kannst du entweder bei Google Maps oder bei MVG suchen.

Von München in andere Regionen (z.B. Bayerisch Gmain)

Wenn du mit dem Zug von München zum Starnberger See, zur Zugspitze oder weiter ins Berchtesgadener Land fahren möchtest, kannst du deine Verbindung einfach in der DB-App eingeben.

Good to know: Mit dem Bayern-Ticket können bis zu 5 Personen einen ganzen Tag lang durch Bayern fahren, sowohl in Nahverkehrszügen als auch mit den meisten Linienbussen. Wir haben es für unsere Weiterfahrt nach Bayerisch Gmain gekauft.

München

Einzelticket: 3.30 €

Tageskarte: 7.80 €

Wochenkarte: 17.10 €

Die Tickets kannst du in der MVG-App als Handyticket oder an den MVG-Automaten holen.

Bayern-Ticket

2 Personen: 32 € in der 2. Klasse

Je nach Personenanzahl kostet das Bayern-Ticket etwas mehr oder weniger. Kaufen kannst du es in der DB-App als Handyticket (bzw. auch als Online-Ticket über die Website) oder am DB-Automaten.

Neben dem Bayern-Ticket gibt es noch weitere vergünstigte regionale Tickets, die du auf der DB-Website einsehen kannst.

What to do?

München

München – eine Stadt, die zwischen Modernität und uriger Tradition pendelt. Geschäftsleute flanieren neben Damen im Dirndl und moderne Fusionsküche befindet sich direkt neben der Schweinshaxe im Biergarten. Verglaste Einkaufszentren neben alten Gemäuern – man könnte ewig so weitermachen. Neben zahlreichen Shopping-Möglichkeiten und vielen Parkanlagen eignet sich München ideal als Ausgangspunkt für Tages- und Wanderausflüge in das Münchener Umland. 

Viktualienmarkt

Wir waren fast jeden Tag auf dem schönen Marktplatz, der sich unweit vom Marienplatz befindet. Und das aus gutem Grund. Der Viktualienmarkt bietet günstige Frühstücksmöglichkeiten, zahlreiche Angebote für den Mittagstisch und bayerische Spezialitäten an. In der teuersten Stadt Deutschlands ist dieser Platz wirklich Gold wert. Hier tummeln sich bereits um 10 Uhr die Einheimischen für Leberkäs und Bier, machen ihre Wocheneinkäufe beim Gemüsehändler ihres Vertrauens und genießen die entspannte Atmosphäre. Tipp: Die Suppenküche bietet günstige und großzügige Suppen an, die als Mittagessen völlig ausreichen. Günstigen Kaffee und leckere Backwaren zum Frühstück bekommst du bei Karnoll’s Back- und Kaffeestandl.
Münchener Altstadt und Umliegendes

Marienplatz

Den Marienplatz hat sicherlich schon jeder einmal gesehen – spätestens, wenn der Serienmeister FC Bayern München seine Meisterschaft jährlich vom Rathaus aus feiert. Der zentrale Platz inmitten der Altstadt sollte dein Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Sehenswürdigkeiten Münchens sein. Bereits seit dem 12. Jahrhundert ist der Marienplatz das Herz der Stadt, fungiert inzwischen auch als Rathaus und zieht täglich tausende von Besuchern an.

Tipp: Zwischen 11:00 und 12:00 Uhr ertönt das beliebte Glockenspiel am Marienplatz. Zwischen März und Oktober zusätzlich noch um 17:00 Uhr.

Residenz München und Feldherrnhalle

Hier verkehrten bereits Könige, Kurzfürsten und Herzoge. Die Münchener Residenz als Palast diente vielen Generationen von Herrschern und Adligen als Wohnsitz. Prunkvolle Ornamente und Verzierungen bestimmen die gotische Architektur des Areals. Heute lässt sich die damalige Zeit in über 150 Schauräumen nacherleben.

Tipp: Um in der teuren Stadt nicht auf ein gemütliches Bier im Zentrum zu verzichten, bietet sich die Feldherrnhalle an. Wir saßen hier fast jeden Abend, haben ein leckeres Helles getrunken und das bunte Treiben beobachtet. Die Treppen bei der Halle sind auch bei den Münchnern sehr beliebt – häufig wird musiziert, Karten gespielt oder auch mal dekadent eine Weißweinschorle im Glas mitgebracht.

Englischer Garten und Eisbachwelle

Ein wirklich riesiger Park inmitten des Stadttrubels. Perfekt geeignet zum Spazieren, Fahrradfahren, Joggen oder Picknicken. Neben einigen kleineren Highlights ist der Park auch bei Surfern beliebt. Surfen inmitten Münchens klingt erstmal abwegig, aber eine künstlich stehende Welle inmitten des Eisbachs macht es möglich.

Nacheinander stürzen die Abenteuerlustigen mit ihren Brettern ins kühle Nass. Fällt einer vom Board, ist der nächste dran. Aufgrund der Beliebtheit kann man als Surfer schon mal länger warten, um ranzukommen. Aber Achtung – durch die Strömung ist das nicht ganz ungefährlich und für Touristen und Surf-Amateure nicht machbar. Aber dem wilden Treiben zuschauen macht auch Spaß.

Olympiapark

Haben wir soeben eine Zeitreise gemacht? Zugegeben, der Olympiapark ist etwas aus der Zeit gefallen, was vielleicht daran liegen mag, dass viele Elemente des Standorts der olympischen Spiele 1972 noch erhalten sind. Nichtsdestotrotz ist der Olympiapark immer einen Besuch wert, da die Anlage auch heute noch für sportliche Highlights und Unterhaltung steht. So trägt Red Bull München im Park Eishockeyspiele aus, Holiday on Ice hat hier seinen Standpunkt und zahlreiche Konzerte laden zu Besuch ein. Außerdem kannst du hier wunderbar spazieren gehen.

Tipp: Der angrenzende Biergarten Olympia Alm soll vor allem wegen des Ausblicks ein absoluter Geheimtipp sein. Wir konnten dort leider aufgrund sintflutartiger Regenfälle nicht vorbeischauen, aber die Internet-Rezensionen sprechen für sich.

Starnberger See

Hast du schon einmal Postkarten vom Panorama des Starnberger Sees gesehen? Ein traumhaft blauer See mit weißen Gipfeln im Hintergrund? Wir auch. In der Theorie ja ganz nett, aber: das Panorama ist extrem abhängig von den Wetterverhältnissen. Und die waren bei uns eher bescheiden. Dafür hatten wir trotz Regen eine menschenleere Promenade umhüllt von mystischem Nebel. Auch nett!

Der Starnberger See ist bei gutem Wetter ein absoluter Touristenmagnet und lädt zum Schwimmen, Segeln und Wassersport ein. Leider lässt er sich nicht wirklich gut zu Fuß umrunden, sodass er sich nicht unbedingt als Wanderausflug eignet. Die Promenade ist in 10-15 Minuten abzulaufen, ein großes Passagierschiff fährt eine Rundtour und in dem angrenzen Örtchen Starnberg sind kleine Flaniermeilen zum Stöbern und Bummeln vorhanden. 

Unser Fazit: Gemischt – im Sommer bestimmt ganz nett mit tollem Blick auf die Berge und in unmittelbarer Nähe zur bayerischen Hauptstadt. Allerdings haben wir auf unserer Reise viel schönere Seen entdeckt. Der Starnberger See ist ideal, wenn ein entspannter Ausflug zum Faulenzen geplant ist. Falls du nach einer sportlichen Herausforderung mit langen Wanderwegen am Ufer suchst, wirst du hier eher nicht fündig.

Eibsee

Keine Lust mehr auf Stadt und Trubel? Viele schöne Ziele sind von München aus per Tagesausflug erreichbar. Lohnenswert ist auf jeden Fall der Eibsee in der Nähe von Grainau. Der Rundweg um den See ist zwar ziemlich touristisch, aber das Panorama entschädigt definitiv.

Tipp: Du kannst die Tour bereits ab Untergrainau starten – der Hinweg zum Eibsee lohnt sich extrem und du sparst den Aufpreis für den Bus.

  • Wanderung

Länge: ca. 25 km hin und zurück

Dauer: 4-6 Stunden (Rundweg um den Eibsee: 1-2 Stunden)

Schwierigkeit: Einfach. Der Weg ist stets gut begehbar und ausgeschildert. Es ist eher ein Spaziergang als eine Wanderung.

Von Untergrainau geht es auf direktem Wege entlang des Kreppbaches nach Obergrainau. Hier ist der Weg bis zum Eibsee sehr gut ausgeschildert. Die Wanderung verläuft stetig bergauf, entlang an kleinen Badeseen und Feldern.

Der Eibsee selbst ist wie aus dem Bilderbuch gemalt. Im Vordergrund der große See, im Hintergrund die Ausläufer der Zugspitze – herrlich. Um den See herum führt ein 5 km-langer Rundweg, immer den Blick auf den See gerichtet. Du entdeckst hier und da kleine grüne Inseln, Kanuten schippern über das Wasser und ab und an springt ein mutiger Tourist in das eiskalte Wasser.

Good to know: Gerade in Corona-Zeiten kann es hier ganz schön eng werden, wenn die achtköpfige Familie keinen Platz macht und zeitgleich der ganze Seniorenbus mit Elektrorädern mit einem Klingelgewitter an dir vorbeirauscht. Deshalb empfehlen wir, eher früh oder relativ spät unter der Woche hierher zu fahren und einen Ausflug am Wochenende zu meiden.

Garmisch-Partenkirchen

Durch das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee war uns Garmisch-Partenkirchen zwar ein Begriff, mehr allerdings auch nicht. Wir besuchten das Städtchen direkt nach dem Eibsee – also mit 25 km Fußstrecke im Gepäck. 

Falls du nicht so viel Zeit mitbringst, musst du dich im Vorfeld entscheiden, ob du Garmisch oder Partenkirchen besuchen willst – das sind nämlich zwei unterschiedliche Ortskerne! Wir haben uns spontan für Partenkirchen entschieden und es hat sich gelohnt. 

Besonders schön ist die Ludwigstraße, in der urige, traditionelle Gast- und Wirtshäuser mit wunderschönen Freskenmalereien ansässig sind. Wie auch in den anderen Städten findest du eigentlich „nur“ eine Einkaufsgasse und keine große Stadt- dennoch ist sie einen Besuch wert, finden wir. Die Skisprungschatze haben wir für den nächsten Besuch auf dem Plan.

Berchtesgadener Land

Bayerisch Gmain

Das kleine Örtchen in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze diente uns lediglich als Ausgangsstation für Ausflüge und Wanderungen. Bei einem Abendspaziergang nach dem Ankommen staunten wir nicht schlecht als wir feststellten, dass es kein Stadtzentrum gibt. Allerdings ein Edeka – immerhin – aber 20 Minuten von unserer Unterkunft entfernt.

Trotzdem verliebten wir uns direkt in das charmante Dorf am Fuße der Gebirgsketten. Wenn morgens die Sonne über den Gipfeln aufgeht und dir durchgehend der Geruch nach frisch gemähtem Gras in der Nase schwebt, lässt es sich wunderbar vom hektischen Alltag entspannten. Die weitläufige Alm und die Felder und Berge vor der Tür – all das ist einfach wohltuend für die Seele und Natur pur. 

Wanderung Bayerisch Gmain - Predigtstuhl - Dreisesselberg

Das wunderschöne Berchtesgardener Land lädt zum Wandern ein. Bei den zahlreichen Routen fällt die Entscheidung gar nicht so leicht – um von der Haustür zu starten, entschieden wir uns für eine Wanderung von Bayerisch Gmain bis zum Gipfel des Predigtstuhls und von dort über den Dreisesselberg wieder hinunter. 

  • Wanderung

Länge: 28,24km

Dauer: 8,34 Stunden

Schwierigkeit: Schwer

Terrain: Waldwege, steinige Wege, z.T. sehr schmale Serpentinen

Höhenmeter: 1700

Gegen 08:30 Uhr starteten wir die Wanderung. Nach ca. 20 Minuten erreichten wir das Wanderzentrum Bayerisch Gmain, welches Ausgangspunkt für  Wanderungen in das Lattengebirge ist. Wie geplant folgten wir der Ausschilderung „Hochschlegel über Alpgartensteig“, welche uns eine Aufstiegszeit von 4 ½ Stunden voraussagte.

Der Wanderweg führt zunächst immer bergauf entlang eines Bergflusses und bereits jetzt ahnten wir, dass es kein Zuckerschlecken wird. Während wir hier schon völlig durchgeschwitzt waren, wechselte das Terrain und wir folgten nun einem noch steileren Weg durch dichte Wälder. Die kurzen Ausblicke in das nun schon weit entfernte Tal waren dafür umso schöner. Hätten wir zu dem Zeitpunkt gewusst, was uns noch bevorsteht, wären wir die Strecke vermutlich gerannt. 😀

Der Wald wechselte sich mit kargen Steinwegen entlang des Gipfels ab und wir mussten uns stundenlang gegenseitig motivieren, da die Spitze irgendwie nicht näher zu kommen schien. Neben der zunehmenden Steigung kam nun auch noch die brennende Hitze dazu.

Zusätzlich ging es nun nicht mehr nur bergauf, sondern es folgten exponierte Wege mit Leitern und Seilen zum hochklettern. Trotzdem meisterten wir auch diese Hürden und waren mächtig stolz, nach circa 3 Stunden statt den angegebenen 4 ½ Stunden am Gipfel angekommen zu sein.

Nach einer einstündigen Pause mitsamt einer unfassbar leckeren Brotzeit auf der Almhütte Schlegelmulde und 1-2 Weißbier stellte sich uns die Gretchenfrage – Abstieg oder Abfahrt? Wahrscheinlich machte uns das Bier leichtsinnig und wir entschieden uns entgegen unserer ursprünglichen Planung, den Dreisesselberg hinauf und anschließend ganz nach unten zu wandern. 

Der einstündige Aufstieg zum circa 1700 Meter hohen Dreisesselberg gelang uns (vermutlich dank des Bieres) überraschend schnell und einfach, sodass wir frohen Mutes dem Abstieg entgegenblickten. Dieser hatte es allerdings ziemlich in sich und die Hoffnung, dass die angegebene Zeitangabe von 4 Stunden wieder übertrieben sei, bestätigte sich dieses Mal leider nicht. Der Weg schien unendlich weit, war teilweise nur schwer zu bewerkstelligen und unsere Muskeln zuckten und brannten, während wir den Abstieg stundenlang aufs Äußerste beleidigten. Nichtsdestotrotz waren die Ausblicke traumhaft, fast schöner als beim Aufstieg und allemal die ganze Anstrengung wert. 

Nachdem wir schon nicht mehr daran geglaubt hatten, erreichten wir nach insgesamt 8 Stunden unseren Ausgangspunkt in Bayerisch Gmain und konnten nicht fassen, was wir da eigentlich gerade gemacht haben.

Tagesausflug Königssee

Der Königssee ist ein absoluter Touristenhotspot und wahrlich kein Geheimtipp mehr. Dennoch tut das seiner Schönheit keinen Abbruch. Bereits der Weg von der Busstation zum Anleger ist gesäumt von Souvenirständen und ATM’s. 

An den Bootsanlegern warten bereits die Massen, um mit dem Boot zur St. Bartholomä-Kapelle zu fahren. Wirkt ein wenig wie Massenabfertigung – ist es irgendwie auch und klingt eigentlich gar nicht nach einer Aktivität für uns. Da aber eine Umrundung zu Fuß innerhalb eines Tages nicht möglich ist, waren wir auf das teure Ticket angewiesen. 

Während der Überfahrt erfährst du Wissenswertes über die Wasserqualität, Fischerei-Regelungen und die Wassertiefe (der Königssee ist der tiefste See Deutschlands). Ein touristisches Highlight wartet dann auf der Hälfte der Wegstrecke. Dort bläst der Bootsführer, zugegeben etwas schief, das Horn und die besonderen Schalleigenschaften des umliegenden Gebirges erzeugen ein nahezu perfektes Echo. Anschließend wird noch Geld für die Kaffeekasse gesammelt und die Fahrt fortgesetzt. Kurz vor Ende kommt noch der ultimative Kameratipp für das perfekte Fotomotiv mit der Kapelle, die Handys werden gezückt und schon ist die Fahrt vorbei.

Bei der Kapelle angekommen, kannst du entweder den Biergarten besuchen oder das wunderschöne Alpenpanorama des Königssees genießen. Von hier startet auch die Wanderung zur Eiskapelle. Der Weg dorthin ist super ausgeschildert und führt über Wald, Berg und Tal zum Fuße des Watzmanns. Das Eis liegt dort ganzjährig und bildet eine Eishöhle, in die du reinklettern kannst. Wenn es am Vortag geregnet hat, ist der Zugang zur Eiskapelle allerdings erschwert. Der Fluss wird zum reißenden Strom und ist deshalb nur für erfahrene Wanderer zu empfehlen.

Berchtesgaden

Die Geschichte Berchtesgaden ist eng verknüpft mit den Gräueltaten der Nationalsozialisten. Die Niederlassung Obersalzberg suchte sich Adolf Hitler als Wahlheimat aus, kaufte sich hier eine Residenz und gestaltete sich das Areal zunehmend zum Führersperrgebiet um. Dadurch avancierte die Gegend zum zweiten Regierungssitz des NS-Staates. Noch heute sind Touren zum Obersalzberg und dem Kehlsteinhaus insbesondere bei ausländischen Touristen sehr gefragt. Um einen Ort des Lernens und Erinnerns zu schaffen, wurde die Dokumentation Obersalzberg ins Leben gerufen und dient seither als Ausstellungsort.

Die Ortschaft Berchtesgaden an sich ist klein und beschaulich. Im Ortskern findest du eine typische Einkaufsgasse, urige Restaurants und kleine Cafès. 

Bad Reichenhall

Der Kurort ist vor allem für das Bad Reichenhaller Salz bekannt. Dieses wird auch heute noch im Salzbergwerk in Berchtesgaden gewonnen und in der ortseigenen Saline verarbeitet. 

Der Geist des Kurorts wohnt den Straßen immer noch inne. Eine gemütliche Innenstadt zum Stöbern, ein herrliches Bergpanorama und niedliche, alte Häuschen verleihen der Stadt einen urigen Charme. Im Gradierhaus des Kurgartens kannst du gesunde Salzluft einatmen, welche die Atemwege befreit. Durch den zirkulierenden Luftstrom wird Sole freigesetzt, welche anschließend auf Schwarzdornreisig tröpfelt. Um das Gradierhaus herum führt ein Rundweg zur Inhalation der Sole.

Tagesausflug nach Salzburg

Wir wohnen im Norden. Wir kennen Regen. Wir kennen vermutlich die meisten Bezeichnungen für Regen in der gesamten Bundesrepublik. Salzburger Schnürlregen kannten wir nicht. Aber nun kennen wir ihn. Laut Wikipedia wird der Schnürlregen eben Schnürlregen genannt, da die dünnen Tropfen augenscheinlich nicht abreißen. Und damit startet und endet unser kleiner Ausflug nach Salzburg – mit ununterbrochenem Schnürlregen.

Unsere Ferienwohnung lag direkt vor der österreichischen Grenze und so machten wir uns in Mozarts Heimatstadt auf. Mit dem Bus ging es direkt ins Zentrum zum Mirabell-Garten. Von dort aus kannst du alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Es geht über das prunkvolle Schloss Mirabell in die Fußgängerzonen der Ostseite. Salzburg wird mittig durch die namensgebende Salzach getrennt, die durch viele kleine und große Brücken überquert werden kann. Auf der östlichen Seite findest du neben dem Schloss Mirabell auch das Wohnhaus Mozarts. Kann man mal mitnehmen.

Auf der Westseite findest du den spannenden Teil Salzburgs. Die Getreidegasse ist das Herzstück der Altstadt und die alten Messingschilder und Hauswappen erinnern an die lange Tradition – sogar McDonalds sieht hier edel aus. Die Fußgängerzone verläuft in zwei parallelen Gassen, die durch kleine Unterführungen vernetzt sind. Viele kleine Cafés und Boutiquen laden zum stöbern und schlemmen ein.  Die Preise für Dirndl und Co sind zwar happig bis unbezahlbar, aber Schaufenster-Shoppen ist doch auch spannend, oder?

Petersfriedhof

Ein Friedhof als Highlight von Salzburg? Unbedingt! Der historische Petersfriedhof am Fuße der Festung Hohensalzburg ist wirklich sehenswert. Kunstvoll angerichtete Grabsteine, weit in die Vergangenheit reichende Geschichten und hoheitliche Familiengräber zeichnen den Friedhof aus. Wir sind stundenlang zwischen den  Grabsteinen und Mausoleen spaziert, haben die zahlreichen Inschriften gelesen und uns vorgestellt, wie das Leben der Verstorbenen wohl aussah. 

Festung Hohensalzburg

Die hoheitliche Burg thront wie ein König über Salzburg. Bereits im Jahr 1077 wurde sie erbaut, anschließend um 1500 renoviert und gilt seit jeher als größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas. Heute muss niemand mehr verteidigt werden und das Areal beherbergt verschiedenste Museen und Ausstellungen. Um nicht den ganzen Tag hochzuwandern, ist es ebenfalls möglich per Bahn oder Aufzug hinaufzukommen.

DomQuartier Salzburg

Hat dich der Schnürlregen vollends im Griff und ein wenig Kultur kann auch nicht schaden? Dann empfehlen wir das DomQuartier im Herzen Salzburgs. Als umfassendes kulturelles Highlight sind in der Eintrittskarte vier Museen inkludiert. Hier erfährst du alles über die Geschichte der Stadt, kannst den damaligen Prunk bewundern und auf den Fußstapfen der Adligen wandern.

Mozarts Geburtshaus

Das Wohnhaus Mozarts, die Mozartstatue, Mozartkugeln, die Mozartstraße – irgendwann kommt man ganz schön durcheinander. Hier geht es jetzt um das Geburtshaus Mozarts, welches sich in der berühmten Getreidegasse befindet. Das Museum dokumentiert das Leben des musikalischen Wunderkindes und gehört vermutlich zu einem Ausflug nach Salzburg einfach dazu. Bei uns war es leider aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.

Where to sleep?

München - Premiere Inn

Perfekt gelegen, fußläufig zur Innenstadt. Zimmer waren sehr sauber und geräumig. Es gab sogar ein Frühstück to go.

Kosten: 39 € Zimmer / Nacht

Umgebung: Die Münchener Innenstadt ist in 10 Minuten zu Fuß erreicht, sehr zentral gelegen. 

Zu Premiere Inn

Bayerisch Gmain - Spechthaeusl

Die Vermieterin ist unglaublich nett und hat uns kostenlos vom Bahnhof abgeholt und am Anreisetag wieder hingebracht. Es gibt einen morgendlichen "Semmelservice". Die Wohnung ist sehr groß, sehr sauber und gemütlich. Schöner Balkon!

Kosten: 39 € Wohnung / Nacht

Umgebung: Direkt an der österreichischen Grenze gelegen. Supermarkt ca. 20 Minuten zu Fuß entfernt.

Zur Ferienwohnung

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