10 Aktivitäten für Zuhause

Deine Freund*in geht dir langsam auf die Nerven? Deinen Kleiderschrank hast du schon zum zehnten Mal aufgeräumt, die elendige Schublade in der Küche quietscht auch nicht mehr und der Corona-Liveticker der Tagesschau ist das Highlight deines Tages?

Glückwunsch, du hast einen Lagerkoller.

Zuhause bleiben, Sozialkontakte einschränken und im Homeoffice arbeiten, stellen uns alle vor eine enorme Herausforderung. Normalerweise wünschen wir uns immer mehr Freizeit, mehr Gestaltungsraum und keine nervige Arbeit – doch nun scheint sie uns dann doch zu fehlen. Wir werden träge, gelangweilt und missgelaunt. Aus einer kleinen Unstimmigkeit erwächst schnell ein ernsthaftes Problem und die Zeit scheint nicht zu vergehen.

Was kannst du dagegen tun?

In unserem zweiten Teil der Corona-Reihe beschäftigen wir uns mit Aktivitäten, die die Zeit in der häuslichen Quarantäne ein bisschen erleichtern.

Eine Sprache lernen

Wer kennt es nicht: du bist im Urlaub und merkst plötzlich, dass es viel einfacher und schöner wäre, die Landessprache zu verstehen. Wenn du schon einmal in Marokko bei den „Grandtaxis“ standest und keinen Fitzel Französisch kannst, dann weißt du, was wir meinen. 😀

Wir nutzen die Zeit zu Hause gerade, um intensiv Japanisch zu lernen. Der Plan: Bis Oktober auf B2-Niveau – mal schauen, ob das realistisch ist.

Pro-Tipp: Die Sprachkurse bei Busuu sind richtig gut!

Yoga, Joggen & co.

Durch weniger körperliche Betätigung werden nicht nur unsere Muskeln, sondern auch unsere Psyche träge. Allerdings haben wir ja wirklich genug Zeit, diesen Zustand zu ändern und an unserer körperlichen Fitness zu arbeiten. Dafür brauchst du auch kaum Hilfsmittel. 

Schnapp dir eine Matte, ein YouTube-Video und beginne z.B. mit Yoga. Kaum eine andere Sportart hat einen derart positiven Einfluss sowohl auf deine Beweglichkeit und deinen Körper als auch auf deine Psyche. Das bestätigen mittlerweile auch zahlreiche wissenschaftliche Studien. Yoga wirkt antidepressiv! Eine schöne Nebensache – du brauchst keine Vorkenntnisse und kannst direkt starten. Mit ein bisschen Übung klappt das schon!

Empfehlung: Die Yoga-Sessions mit Mady Morrison.

Puzzlen

Was? Das blöde, nervenaufreibende Spiel als Kind soll Spaß machen? Die ewig gleich aussehenden blauen Puzzleteile, die man eh nicht auseinanderhalten kann, sind doch echt nicht der richtige Zeitvertreib, wenn die Nerven sowieso blank liegen, könntest du nun annehmen. 

Aber: Puzzeln ist meditativ, der Aufbau eines großen Motivs gleichsam fordernd und entspannend und deine Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt. Dadurch kannst du zumindest eine Zeit lang Grübeln und Sorgen unterbinden – je öfter man es übt, desto stärker der Gewöhnungseffekt.

Ein Projekt beginnen

Du wolltest dich schon immer mal für etwas über einen längeren Zeitraum begeistern? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um dein Vorhaben in die Tat umzusetzen. 

Ob ein Blog, ein Podcast oder ein eigenes Buch – es gibt viele Möglichkeiten für kreative Projekte. Aber auch Balkonien oder der eigene Garten bieten Nährboden für kreatives Ausleben. 

Hätten wir nicht irgendwann schon einmal damit angefangen, hätten wir vermutlich jetzt unseren Blog gestartet.

Nach Hause telefonieren

Meist ist das letzte Gespräch schon etwas her, man verabredet sich zum Telefonieren und plötzlich kommt die Arbeit dazwischen oder man ist einfach zu kaputt, um nochmal ein langes Telefonat mit der Familie zu führen.

Jetzt hast du eh nichts Besseres vor und Krisen sind auch dafür da, um sie gemeinsam zu bewältigen. Insbesondere ältere Menschen und Risikogruppen haben nicht nur Angst vor dem neuartigen Virus, sondern sind zumeist allein und freuen sich ungemein, wenn man an sie denkt – auch wenn es nur 10 Minuten sind.

Fernweh stillen

Was ist die beste Beschäftigung, wenn man nicht reisen kann? Natürlich Reisen planen! Obwohl es unsicher ist, wann wie und ob man in diesem Jahr überhaupt verreisen kann, ist eine Planung deiner Lieblingsreiseziele trotzdem möglich. Wir nutzen den Zeitraum aktuell zur Orientierung – wo möchten wir noch hin? Was wird unser nächstes Reiseland?

Dafür recherchieren wir auf anderen Blogs, schauen uns Dokumentationen an oder lesen Reiseberichte.

Empfehlung: Inspiration holen wir uns  besonders gerne beim Reisemagazin „unterwegs…“! Hier findest du tolle Reiseberichte aus aller Welt mit ausdrucksstarken Bildern und Geschichten. Das Beste daran? Hier schreiben Blogger*innen selbst über ihre Reisen, authentisch und unzensiert.

Spiele spielen

Du wohnst mit deiner Partnerin oder deinem Partner zusammen oder lebst in einer WG? Dann geht doch dem Lagerkoller gemeinsam an den Kragen und holt eure verstaubten Spiele aus dem Schrank. Oder du triffst dich mit deinen Freund*innen zu einem Videocall und ihr spielt Onlinespiele (z.B. dieses hier – macht tierisch Spaß).

So oder so, Spiele machen einfach Spaß. Vielleicht lässt sich dabei noch eine Flasche Wein öffnen und dem geselligen Abend steht nichts im Wege. Wichtig: Falls ihr Monopoly spielen solltet, klärt bloß die Regeln im Vorhinein. Sonst gesellt sich zum Lagerkoller noch ein Handgemenge.

Bücher, Bücher, Bücher

Es gibt einfach so viele tolle Bücher, die dich in andere Welten entführen.

Vielleicht nochmal alle Harry Potter-Romane durchlesen, interessante Fachbücher durchwälzen oder dein Fernweh mit Reisebüchern bekämpfen? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt dafür.

Buchtipps gegen Fernweh: Frühstück mit Elefanten, Das große Los, Banana Pancake Trail

Serienmarathon

Was gibt es Schöneres als sich nach einem langen Homeoffice-Tag auf die Couch zu hauen und mal wieder so richtig schön zu (Streamingdienst deiner Wahl einfügen)? Wir gucken aktuell Reise-Filme und -Dokus.

Film-Tipps: Pedal The World, Expedition Happiness, Anderswo: Allein in Afrika, Leaving The Frame

Du Selbst

Ein ganz wichtiger Punkt und eine der größten Chancen, die die derzeitige Situation bietet, ist die Suche nach dir Selbst. Nie hattest du so viel Zeit, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Wie soll dein Leben aussehen, was sind deine Bedürfnisse und was macht dich glücklich?

Ein Tagebuch, psychologisch fundierte Bücher, To-Do-Listen, Notizen oder einfach Brainstorming können dir dabei helfen.

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